Künstliche Intelligenz ist Teil der Wertschöpfung, doch Verantwortlichkeiten, Transparenz und Haftung sind in vielen Unternehmen noch unscharf. Dieses Buch richtet sich an Verwaltungsrätinnen und Verwaltungsräte, die KI strategisch nutzen wollen, ohne selbst IT-Spezialisten zu sein.
Sie erhalten ein kurzes, VR-taugliches Handout zu zentralen Chancen und den wichtigsten systemischen Risiken (Halluzinationen, Bias, Kosten, Datenschutz, Cyber- und Organisationsrisiken).
Es beleuchtet die entscheidenden Führungsfragen, die jedes Gremium heute beantworten muss:
Was passiert bereits mit AI im Unternehmen?
Wer trägt Verantwortung, wenn ein System entscheidet oder Fehler macht?
Wie werden Transparenz, Kontrolle und Nachvollziehbarkeit sichergestellt?
Das Buch zeigt auf, was passiert, wenn man das Thema als Verwaltungsrat nicht ernst nimmt, und warum der Ansatz, KI zu verbieten, der falsche Weg ist.
Dieses Buch dient als Leitfaden für die AI Governance in der Schweiz und unterstützt VR-Gremien dabei, die Anforderungen des EU AI Acts sowie des revidierten Datenschutzgesetzes (nDSG) proaktiv umzusetzen.
Worum es geht:
Sicherstellung der Sorgfaltspflicht und Vermeidung persönlicher Haftung bei KI-Entscheidungen.
Spezifische Relevanz für die KI Governance im Finanzsektor (UBS, Swiss Re Praxisbeispiele).
Der Schwerpunkt liegt auf der Governance und den gesetzlichen Pflichten:
Rechtliche Pflichten: Die Governance wird als direkte Folge der gesetzlichen Pflichten nach OR 716a/717, DSG und dem EU AI Act verstanden, inklusive Auswirkungen auf die D&O-Versicherung.
Technik für Aufsicht: Es wird nur so viel Technik (GenAI, AI-Agents) erklärt, wie für die Aufsicht, Haftung und Kontrollfähigkeit nötig ist.
Rollen und Reporting: Es werden Rollen (VR, Ausschüsse, AI-Governance-Board), AI-Register, Policies und die Einbettung in bestehende Risikostrukturen erklärt.
Konkrete Werkzeuge erleichtern die sofortige Umsetzung:
Ein Beispiel-AI-Register und Kontrollfragen für VR-Sitzungen.
Ein VR-Playbook mit Quick Wins und 90-Tage-Plänen je nach Reifegrad.
Praxisbeispiele aus Schweizer Unternehmen und regulierten Branchen (UBS, SwissRe, Novartis).
Häufige Fragen zur AI Governance für Verwaltungsräte
Gilt der EU AI Act auch für Schweizer KMU?
Was sind die wichtigsten KI-Risiken für den Verwaltungsrat?
Der Abschluss blickt bis 2030 auf Themen wie AI-Reifegrade, Auditpflichten, AI-Assurance-Reports und die Perspektive eines Schweizer AI-Governance-Standards als potenziellen Standortvorteil.
Dieses Buch versteht sich als Führungsinstrument, das zeigt, wie Verwaltungsräte ihre Aufsichtspflicht im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz pragmatisch, rechtlich fundiert und anschlussfähig an die Unternehmenspraxis wahrnehmen können.
1 AI-Governance für Verwaltungsräte
1.1 Als 800 Seiten zu viel waren, warum Klarheit zählt
1.2 Was AI heute wirklich bedeutet und warum das entscheidend ist
1.3 Die sechs systemischen Risiken
1.4 Die fünf strategischen Chancen
1.5 Die drei kritischsten Fragen für Ihren Verwaltungsrat
1.6 Was Sie in der nächsten VR-Sitzung tun sollten
2 Was AI technisch ist und warum das entscheidet
2.1 Warum technisches Verständnis heute Führung stärkt
2.2 Wie Sprachmodelle wirklich funktionieren
2.3 Der Unterschied: GenAI vs. AI Agents
2.4 Was Verwaltungsräte aus der Technik ableiten müssen
3 Die fünf systemischen Risiken
3.1 Halluzinationen, wenn AI überzeugend lügt
3.2 Bias: Wenn historische Daten diskriminieren
3.3 Kostenexplosion: Wenn Nutzung unbemerkt eskaliert
3.4 Datenschutz: Wenn Vertrauliches nach aussen gelangt
3.5 Cyber-Angriffe: Neue Angriffsflächen durch AI
3.6 Zusammenfassung für den Verwaltungsrat
4 Chancen: Wo Künstliche Intelligenz echten Mehrwert schafft
4.1 Effizienz, der Sprung vom Chatbot zum AI-Agenten
4.1.1 Abgrenzung zur konventionellen Automatisierung
4.1.2 Beispiel aus dem Kundenservice
4.1.3 Business Case (realistisch)
4.6 Agilität: Prozesse, die sich anpassen statt umgebaut werden müssen
4.6.1 Die drei Zeitalter der Prozessautomatisierung
4.6.2 Was das für Verwaltungsräte bedeutet
4.6.3 Zusammenfassung für den Verwaltungsrat
4.7 Zusammenfassung für den Verwaltungsrat
5 Governance und Verantwortung
5.1 Drei Szenarien: Abwarten, Chaos oder Struktur
5.2 Warum Governance für Verwaltungsräte zur Pflicht wird
5.2.1 Drei rechtliche Risiken, die durch Governance verhindert werden
5.3 Der Entscheidungsrahmen für Verwaltungsräte
5.3.1 Dokumentationspflicht: Haftungsschutz statt Bürokratie
5.5 Die drei kritischsten Fragen für Verwaltungsräte
5.5.1 Versicherbarkeit: Ohne Governance keine D&O-Deckung
5.6 Der 90-Tage-Überblick
5.6.1 Überblick: Die drei Meilensteine (für alle Pläne)
6 Governance gestalten
6.2 Rollen und Verantwortlichkeiten
6.3 Aufbau eines AI-Governance-Boards
6.4 Policies, Prozesse und Leitlinien
6.5 Integration in bestehende Governance-Systeme
6.8 Kontrollfragen für den Verwaltungsrat
7 Governance-Framework im Detail
7.2 Die drei Säulen der AI-Governance
7.3 VR-Reporting: Die sieben Dimensionen der AI-Steuerung
7.4 Rollenmodell und Zusammenarbeit
7.8 Praxisbeispiele: Governance in Aktion
Fall 3: UBS (Schweiz, 2025) Governance als Führungsinstrument
Fall 5: Swiss Re (Schweiz, 2024) Responsible AI als Risikomanagement
8 Haftung, Recht und Regulierung
8.2 Der EU AI Act: Vier Risikoklassen
8.3 Schweizer Datenschutzrecht (DSG 2023)
8.4 Haftung und Sorgfaltspflicht des Verwaltungsrats
9 AI-Governance in regulierten Branchen der Schweiz
9.2 Finanzsektor: FINMA-Rundschreiben und operative Verantwortung
9.3 Der globale Rahmen: DSG, EU AI Act und der Marktplatz-Effekt
11 Ausblick 2030: Verantwortung und Strategie
11.1 Die fünf Phasen der AI-Reife
11.3 Auditpflichten und AI-Assurance Reports
11.4 Der Schweizer AI-Governance-Standard als Wettbewerbsvorteil
12 Anhang A (Werkzeuge)
12.1 Glossar zentraler Begriffe
12.2 Beispiel: AI-Register für Verwaltungsräte
12.3 Checkliste: VR-Review-Fragen
12.4 Kurz-FAQ: 10 häufige Fragen von Verwaltungsräten
13 Anhang B: Der 90-Tage-Plan nach Reifegrad
13.1 A. AI-Neuling: Noch keine Systeme im Einsatz
13.3 C. AI-Fortgeschrittene: Mehrere Systeme, keine Governance
16 Anhang E: VR-Playbook: 5 Quick Wins für AI-Governance
16.1 Quick Win 1: Die 24-Stunden-Anfrage (Transparenz)
16.5 Quick Win 5: Der passende 90-Tage-Fahrplan (Starten statt warten)
Titel: Verantwortung mit KI: AI Governance für Schweizer Verwaltungsräte
Umfang: 98 Seiten
Format: 17 x 24 cm
Einband: Softcover
Veröffentlicht: Dezember 2025
ISBN Print: 978-3-565127-79-5
ISBN E-Book: (noch nicht verfügbar)
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Die Einführung von AI Governance für Schweizer Verwaltungsräte ist keine rein technische Aufgabe, sondern eine zentrale strategische Notwendigkeit. Im Zuge der digitalen Transformation müssen sich Gremien mit der KI Haftung im Verwaltungsrat auseinandersetzen, insbesondere da die Sorgfaltspflicht nach Art. 716a OR heute ein aktives Risikomanagement technologischer Entwicklungen verlangt.
Obwohl die Schweiz nicht Mitglied der EU ist, hat der EU AI Act Auswirkungen auf Schweizer Unternehmen, die Produkte oder Dienstleistungen im EU-Raum anbieten. Mein Buch liefert hierfür ein praxisnahes AI Governance Framework für KMU, das speziell auf die rechtlichen Rahmenbedingungen der Schweiz (inkl. nDSG) zugeschnitten ist.
Die wichtigsten Suchthemen im Überblick:
AI Governance für Schweizer KMUs: Wie steuern kleine und mittlere Unternehmen den Einsatz von KI effizient und sicher?
AI Risk Management für VR: Identifikation systemischer Risiken wie Bias, Halluzinationen und Datenschutzverletzungen.
Corporate Governance & KI: Integration von Künstlicher Intelligenz in die bestehende Gremienarbeit und das Berichtswesen.
KI Governance im Finanzsektor: Besondere Berücksichtigung der Anforderungen für regulierte Branchen (z.B. FINMA-Konformität).
Als Autor und Experte für digitale Transformation adressiert René Schwarb die kritische Lücke zwischen technologischer Innovation und strategischer Aufsicht. Die folgenden Kern-Thesen bilden das Fundament für eine rechtssichere AI Governance in der Schweiz:
Die Definition von Verantwortung: AI Governance für Schweizer Verwaltungsräte ist die proaktive Ausübung der aktienrechtlichen Oberleitungspflicht ($Art. 716a OR$). Sie stellt sicher, dass Algorithmen die Unternehmenswerte wahren und Haftungsrisiken für das Gremium minimiert werden.
Rechtssicherheit im KMU-Kontext: Um die Haftungsrisiken bei der Nutzung von Künstlicher Intelligenz in Schweizer KMU zu beherrschen, ist ein pragmatischer Orientierungsrahmen nötig. Dieser umfasst die Implementierung eines KI-Registers, die Definition klarer Policies und die Sicherstellung der menschlichen Aufsicht (Human-in-the-Loop).
Schweizer Standortvorteil vs. EU-Regulierung: Während der EU AI Act für Schweizer Unternehmen extraterritoriale Pflichten schafft, ermöglicht die Verbindung mit dem Schweizer Datenschutzgesetz (nDSG) einen spezifischen „Swiss Way“ der vertrauenswürdigen KI, der als Wettbewerbsvorteil dient.
Risikomanagement bei KI-Agenten: Die Steuerung autonomer Systeme (AI Agents) erfordert von Verwaltungsräten neue Kontrollmechanismen. Hierbei steht die Überwachung systemischer Risiken – wie Halluzinationen, Bias und eskalierende Betriebskosten – im Zentrum der Board Governance.
Transfer von Best Practices: Durch die Analyse der Governance-Strukturen führender Institutionen wie der UBS, Swiss Re oder Novartis, bietet dieses Werk transferierbare Lösungen für Schweizer Verwaltungsräte aller Branchen.
Ergänzende Publikationen: Die Bände «GenAI und LLMs Verstehen, Bedienen, Absichern» (Verstehen) und «AI-Agents» (Handeln) bilden zusammen mit diesem Werk eine geschlossene Trilogie der modernen KI-Führung.
Art. 716a OR (Aktienrecht): Definiert die nicht übertragbaren und unentziehbaren Aufgaben des Verwaltungsrats. Dazu gehört die Oberleitung der Gesellschaft sowie die Festlegung der Organisation, was im Kontext der KI die strategische Steuerung und Risikoüberwachung einschliesst.
EU AI Act (Extraterritoriale Wirkung): Die Verordnung der Europäischen Union zur Künstlichen Intelligenz. Sie ist für Schweizer Unternehmen relevant, wenn KI-Systeme in der EU in Verkehr gebracht, in Betrieb genommen oder deren Ergebnisse in der EU verwendet werden.
nDSG (Schweizer Datenschutzgesetz): Das seit September 2023 geltende revidierte Gesetz. Es verlangt bei automatisierten Einzelentscheidungen Transparenz und gibt betroffenen Personen das Recht, ihren Standpunkt darzulegen.
AI Governance Framework: Ein systematischer Strukturrahmen zur Steuerung von KI-Systemen. Er umfasst Richtlinien (Policies), Rollendefinitionen, Risikobewertungen und Überwachungsprozesse (Monitoring).
AI-Register: Ein zentrales Verzeichnis aller im Unternehmen eingesetzten KI-Systeme, inklusive deren Zweckbindung, Risikoklassifizierung und Verantwortlichkeiten.
Halluzination (LLM): Ein technisches Phänomen bei Large Language Models, bei dem das System faktisch falsche Informationen generiert, die jedoch syntaktisch korrekt und überzeugend klingen.
Bias (Algorithmische Voreingenommenheit): Systematische Fehler in KI-Systemen, die durch einseitige Trainingsdaten entstehen und zu diskriminierenden Ergebnissen führen können.
Human-in-the-Loop (HITL): Ein Governance-Prinzip, das vorschreibt, dass ein Mensch an kritischen Entscheidungspunkten eines KI-Prozesses eingreifen oder das Ergebnis validieren kann.
D&O-Versicherung (Directors and Officers): Eine Berufshaftpflichtversicherung für Organmitglieder. Eine fehlende AI Governance kann dazu führen, dass Versicherer bei Haftungsansprüchen aus KI-Fehlern die Deckung aufgrund mangelnder Sorgfalt ablehnen.